Greenkeeping

Platzpflegemassnahmen

Dieser Artikel ist unserem Club-Magazin 2006 entnommen. Autor ist der Greenkeeper Andreas Gerlach.

Die Bodenbearbeitung der Grüns schafft immer etwas Ärgernis, weil es je nach Maßnahme die Bespielbarkeit der Grüns einschränkt. Besonders ärgerlich ist dies, wenn dann auch noch vorgabewirksame Turniere anstehen. Doch die Maßnahmen sind weder Selbstzweck noch sollen Sie jemanden ärgern, sie sind notwendig, damit wir unseren hohen Qualitätsstandard auf den Grüns aufrechterhalten können. Und das ist sicherlich im Interesse aller unserer Mitglieder und Greenfeespieler. Wir wollen Ihnen die verschiedenen Arbeiten hier einmal vorstellen, und damit auch um Ihr Verständnis für die evtl. Beeinträchtigungen bitten.

Vertidrain

Der Vertidrain gehört zu den großen (und damit störenden) Bodenbearbeitungsmaßnahmen. Es ist eine Tiefenlockerung der Rasentragschicht. Dicke lange Stahlzinken werden in den Boden gestochen, so dass viele gleichmäßig verteilte Löcher auf dem Grün entstehen. Gleichzeitig wird der Boden zur Lockerung dabei gebrochen. Damit wird der durch den Spielbetrieb verursachten kontinuierlichen Bodenverdichtung entgegengewirkt und die Rasentragschicht wieder besser mit Luft versorgt. Das überschüssige Wasser bei Regenfällen läuft dadurch besser ab. Durch Aufbringen von Sand und anschließendem Einbürsten in die Löcher schaffen wir eine länger anhaltende Wirksamkeit der Maßnahme, gleichzeitig entsteht schneller wieder eine belastbare Grasnarbe. Diese Maßnahme wird meist zum Saisonende ab Oktober durchgeführt.

Aerifizieren
Das Aerifizieren, die zweite der großen Bodenbearbeitungsmaßnahmen, ist dem Vertidrain sehr ähnlich. Die Zinken sind hierbei etwas kürzer und innen hohl, so dass wir Teile aus der Rasentragschicht herausnehmen und damit neben der Belüftung auch die Regeneration und Erneuerung der Grasnarbe fördern. Hierbei werden auch Rasenfilz, abgestorbene Pflanzenmasse aus alten Gräsern und Wurzeln entfernt, was für die Gesundheit der Grüns sehr wichtig ist. Das Aerifizieren findet meist 2x in einer Zeit des Hauptwachstums statt, damit die entstehenden Löcher wieder zügig zuwachsen können, d.h. im Mai/Juni und August/September.

Spiken
Unter Spiken verstehen wir die Bodenbelüftung mit vielen dünnen Zinken, um kontinuierlich die Sauerstoffversorgung in der oberen Schicht der Grasnarbe zu sichern. Spiken machen wir meist 1x im Monat. Die Löcher verschließen sich oben recht schnell, sodass der Spielbetrieb hierdurch kaum beeinträchtigt wird. Durch das Spiken sichern wir uns den Erhalt der Qualität zwischen dem Aerifizieren und Vertidrain.

Vertikutieren
Vertikutieren bedeutet das oberflächige Anritzen der Grasnarbe. Es wird dabei die Grasdichte der Narbe verringert und Rasenfilz in der obersten Schicht herausgeholt. Das Auflockern der Grasnarbe bewirkt eine kontinuierliche Regeneration der Gräser, gleichzeitig kann die Oberfläche besser durchlüftet werden und Feuchtigkeit trocknet schneller ab. Wir können dadurch den Krankheitsdruck reduzieren, gleichzeitig verhindern wir das Entstehen von Schwarzalgen und Moos auf unseren Grüns. Mit dem Vertikutieren, das je nach Möglichkeit alle 2-4 Wochen stattfindet, verbinden wir eine dünne Besandung, um eine glatte Oberfläche zu erhalten und auch Moos und Algen keine Chance zu lassen, in die Grasnarbe einzuwandern.

Platzpflegeplan

Schnittangaben

Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Angaben zu unserem Platz. Bei kleineren Pflegearbeiten kann es durch die starke Abhängigkeit der Wetterlage zu kurzfristiegen Änderungen kommen.

Bereiche Schnitthöhe Frequenz wöchentlich
Teebox 10 mm 2 x
Fairways 18 mm 2 x
Semi Rough 45 mm 2 x
Vorgrün 10 mm 3 x
Grüns 4 mm 6 x
um die Grüns 40 mm 2 x

Kontakt

Golf-Club Burgwedel   

Wettmarer Straße 13  •  30938 Burgwedel

Tel: 05139 / 97 39 69-0
Fax: 05139 / 97 39 69-9

Bei Freunden Golfen

Anfahrt

Von Hannover kommend

Von Hannover kommend, fahren Sie auf der A 37 (wird später die B 3) in Richtung Celle bis zur Abfahrt Schillerslage. Hier fahren Sie raus und halten sich 2 mal rechts Richtung Engensen/Wettmar. In Engensen bis zur Ortsmitte immer geradeaus, über die Ortskernkreuzung in Richtung Wettmar. Am Ortsende geht es links ab zum Golfplatz.

Von der A7 kommend

Von der A7 kommend, fahren Sie an der Ausfahrt Großburgwedel ab, durchfahren Großburgwedel bis Sie an eine Ampel mit rechts-links Abzweigung kommen. Dort fahren Sie links ab und halten sich Richtung Thönse. Nach 150 m 2 x rechts Richtung Thönse. Sie durchfahren Thönse. In Engensen an der Ortskernkreuzung fahren Sie links Richtung Wettmar, nach 200 m sehen Sie linker Hand den Golfplatz.